„Ein Kult-Event, den man erlebt haben muss“
Saisonbilanz
Der Grand Prix Migros 2010 war ein voller Erfolg. Nachdem die Teilnehmerzahl nach der Saison 2009 bei über 6'600 lag, war man der Meinung, dass dieser neue Rekord wohl nicht so schnell zu brechen ist. Bereits ein Jahr später waren mehr als 7'600 Kinder und Jugendliche am Start des grössten Kinderskirennens in Europa. Man muss jedoch erwähnen, dass in diesem Winter erstmals auch 6- und 7-Jährige in der neu geschaffenen Minirace-Kategorie teilnahmeberechtigt waren. Das Grand Prix-Novum lockte rund 850 zusätzliche Kinder an den grössten Breitensportanlass von Swiss-Ski und übertraf somit die Erwartungen bei weitem.
Lest im Interview mit Roman Rogenmoser, Projektleiter Grand Prix Migros, und dem Race Director Carlo Lötscher, wie die beiden Walliser die Grand Prix Migros-Saison 2010 erlebt haben.
Carlo Lötscher und Roman Rogenmoser, ihr habt im vergangenen Winter an insgesamt 12 Wochenenden 15 Skirennen organisiert und erfolgreich durchgeführt. Wo lag aus eurer Sicht die grösste Herausforderung?
Carlo Lötscher: Die grösste Herausforderung lag darin, erneut den hohen Anforderungen aller Beteiligten gerecht zu werden, sei es in der Vorbereitung oder in der Durchführung eines Grand Prix Migros-Rennens.
Roman Rogenmoser: Dem kann ich nur zustimmen. Wir versuchen stets einen hohen Standard der einzelnen Rennen beizubehalten und die Rennen auch bei schwierigen Bedingungen fair durchzuführen.
An welchen Anlässen hattet ihr mit besonders schwierigen Bedingungen zu kämpfen?
Roman Rogenmoser: Mir bereitete vor allem die grosse Teilnehmerzahl des Ausscheidungsrennens in Nendaz Kopfzerbrechen, wo wir mit über 850 Startenden den grössten Grand Prix aller Zeiten erlebten. Zu kämpfen hatten wir aber auch im Schneegestöber von Hoch-Ybrig, im Regen von Sörenberg und im Nebel von Carí.
Welches Ausscheidungsrennen würdet ihr als das erfolgreichste bezeichnen?
Carlo Lötscher: Es wäre nicht korrekt, von einem erfolgreichsten Grand Prix Migros zu sprechen. Jeder durchgeführte und beendete Anlass war erfolgreich. Es sind sehr viele und unterschiedliche Faktoren, die ein gutes Gelingen eines Renntages bestimmen.
Roman Rogenmoser: Jedes Rennen hat seinen eigenen Charakter, deshalb kann auch ich diese Frage nicht direkt beantworten. Ich möchte an dieser Stelle aber das Finalwochenende in Schönried erwähnen, bei welchem das lokale OK unter enorm schwierigen Bedingungen sensationelle Arbeit geleistet hat.
Worauf seid ihr angewiesen, um ein perfektes Ausscheidungsrennen zu organisieren?
Carlo Lötscher: Wie bereits erwähnt, bestimmen mehrere Faktoren über einen gelungenen Grand Prix Migros-Anlass. Wir sind auf eine gute Organisation der lokalen Verantwortlichen angewiesen, die den Stellenwert des GP in der Region deutlich machen.
Roman Rogenmoser: Bestimmt ist eine gute Zusammenarbeit mit dem lokalen OK das A und O. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es ohne unsere Sponsoren Migros, Farmer, Swiss Milk, Nordica und Schweizer Fleisch keinen Grand Prix geben würde.
Wochenende für Wochenende ward ihr für den Grand Prix Migros im Einsatz. Welche Momente waren die bedeutungsvollsten?
Carlo Lötscher: Jeder Anlass war bedeutungsvoll! Besonders schön war am Finale in Schönried zu sehen, wie Eltern, Trainer und Betreuer die überaus motivierte und schlagkräftige Organisation bei der Pistenpräparation unterstützte. Dabei wurde ein GP-Spirit spürbar gelebt.
Roman Rogenmoser: Als bedeutungsvoll möchte ich die Einführung des Minirace bezeichnen. Obwohl es für die Organisation einen Mehraufwand erfordert, hat sich die neu geschaffene Kategorie sehr bewährt. Mit dem Minirace möchten wir die Kinder früher abholen und auf den „richtigen“ Grand Prix vorbereiten.
Was war am Finale anders als an allen anderen 13 Ausscheidungsrennen?
Carlo Lötscher: Bei den Finalrennen sind eine gewisse Ruhe, Abgeklärtheit und professionelles Verhalten erkennbar. Da sämtliche Teilnehmer bereits einmal auf dem GP-Podest standen, ist das sportliche Niveau deutlich höher.
Roman Rogenmoser: Dieses hohe Niveau stellt dann auch höhere Anforderungen an das lokale OK. Aber wie bereits erwähnt, erledigte das Team um OK-Präsident Hans-Peter Matti und Mike von Grünigen am diesjährigen Finale in Schönried ihre Arbeiten mit Bravur.
Warum braucht es eine Eventserie wie der Grand Prix Migros?
Carlo Lötscher: Der Grand Prix entwickelte sich in den vergangenen Jahren bei den Wintersportlern zu einem absoluten Kult-Event, den man erlebt haben muss. Er ist bei Swiss-Ski, den einzelnen Schneesportdestinationen und den jungen Skifahrern nicht mehr weg zu denken.
Roman Rogenmoser: Wir wollen die Kinder zum Skifahren animieren und die Freude an diesem Sport wecken. Sicherlich ist der Grand Prix aber auch eine Talentschmiede, bei welcher sich die Nachwuchsfahrer erstmals mit ihren Altersgenossen messen können.
Worauf dürfen sich die Grand Prix Migros-Fahrer im nächsten Winter freuen?
Carlo Lötscher: Es wird erneut spannende Ausscheidungsrennen und ein tolles Finale in Davos geben…
Roman Rogenmoser: … und zudem feiern wir das zehnjährige Jubiläum des Grand Prix Migros.
Interview: Nora Weibel














