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Mut und Kraft dank dem Skifahren

Trotz Chemotherapie schaffte Luca Grossenbacher die Finalqualifikation am Grand Prix Migros

12. Juni 2018

Luca Grossenbacher musste in den letzten zwei Jahren einige Schicksalsschläge über sich ergehen lassen. Das Skifahren motivierte den 10-Jährigen nicht aufzugeben und zu kämpfen. Und dies zahlte sich aus: Er qualifizierte sich auch nach der Krebsdiagnose zweimal hintereinander für den Grand Prix Migros Final.
 

Anfang April 2016 schien die Welt von Luca Grossenbacher noch in Ordnung: Er gewann am Grand Prix Migros Finale in St. Moritz das Combi Race in seiner Kategorie 2008. Was aber fast niemand wusste: Bereits damals fuhr der Berner Oberländer mit einem Lymphknoten im Hals. Einen Monat später dann die definitive Diagnose: Lymphknotenkrebs. Als wäre dies nicht schon genug, brach sich Luca vor der Chemotherapie beim Biken den Oberschenkel und so sass er längere Zeit im Rollstuhl. Beides setzte seinem jungen Körper schwer zu: Plötzlich hatte er keine Kraft mehr. Die vielen Medikamente veränderten seinen Körper stark.
 

Der damals 8-Jährige war körperlich von den Medikamenten so geschwächt, dass er im Herbst 2016 kaum mehr Kraft hatte und sogar der kurze Schulweg mit dem Velo zur grossen Herausforderung wurde.  Aber Luca gab nicht auf und hatte während der Chemotherapie immer ein Ziel vor Augen: Wieder einmal so gut Skifahren zu können, wie vor der Krankheit und wieder am Grand Prix Migros Final teilnehmen zu können.
 

Nur ein halbes Jahr nach der Diagnose wieder auf den Ski
 

Bereits im Winter 2016 stand er wieder auf den Ski – und dies trotz zwei 30cm Metallstäben in seinem Bein, welche die Beweglichkeit stark einschränkten.
 

Zwar war die Kraft noch nicht zurück, aber dieser Schritt war für die Psyche enorm wichtig. Und dann schaffte er, was niemand für möglich hielt: Im März 2017 qualifizierte sich Luca wieder für den Final des Grand Prix Migros. Für ihn wie ein Sieg! Auch jetzt, ein Jahr später sind die Auswirkungen der Chemotherapie immer noch spürbar. Sein Körper braucht verglichen zu einem gesunden viel länger, um sich zu erholen. Dies zu akzeptieren ist nicht einfach.
 

Trotzdem: Luca ist ein Kämpfer. Das Skifahren gab ihm immer Mut und Kraft, den Kampf auf sich zu nehmen, um wieder ganz fit zu werden. Und so schaffte Luca es auch in diesem Jahr wieder, sich für den Final zu qualifizieren. Zwar konnte er in Grächen nicht mit den Schnellsten in seiner Kategorie mithalten, aber für Luca ist es bereits ein riesen Erfolg, überhaupt wieder Skirennen fahren zu können.

 

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Hast auch du eine Geschichte über ein spezielles Erlebnis am Grand Prix Migros zu erzählen – egal ob auf oder neben der Piste? Dann schreib uns eine Mail an grandprix(at)swiss-ski.ch.

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