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Eine fulminante Saison geht ohne grosses Ski-Fest zu Ende

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Wenn das Ende der Grand Prix Migros Saison 2020 auch früher kam als erwartet, so bietet es doch Gelegenheit, auf die vergangenen zweieinhalb Rennmonate zurückzublicken. Was klar ist: Diese Saison geht in die Geschichtsbücher ein – nicht nur wegen des abrupten Endes.

Am Freitag, dem 13. März 2020, wurde das Ende der Grand Prix Migros Saison 2020 besiegelt. Aufgrund des sich rasch ausbreitenden Coronavirus beschloss der Bundesrat, vorerst bis Ende April sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmenden zu verbieten. Ein Finale der besten Nachwuchs-Rennfahrerinnen und -fahrern aus der ganzen Schweiz sollte so erstmals seit 2002, als die Migros als Hauptsponsorin zur Namensgeberin wurde, nicht über die Bühne gehen können.

Freude überwiegt

Wenngleich das abrupte Saisonende mit grossem Bedauern aller Beteiligten aufgenommen wurde, so überwiegt doch die Freude über die sechs Qualifikationsrennen, die von Anfang Januar bis Ende Februar durchgeführt werden konnten. «Die Rennen waren sehr erfolgreich», schwärmt Simon Koch, Projektverantwortlicher Grand Prix Migros. «Wir haben während sieben Wochen wunderbare Ski-Feste feiern können, die mit tollen Leistungen der jungen Rennfahrerinnen und Rennfahrern für Begeisterung gesorgt haben.»

Für Koch war es die erste Saison in dieser Funktion – eine, deren Ende er eigentlich erst für Ende März vorgesehen hatte. «Dass nun in Adelboden das letzte Rennen der Saison stattgefunden hat, kommt natürlich überraschend», erklärt er. «In der aktuellen Situation, wie sie nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit herrscht, befürwortet Swiss-Ski den Entscheid des Bundesrats allerdings vollumfänglich. Ein Rennen durchzuführen, ohne dabei Rücksicht auf die Gesundheit aller Beteiligten zu nehmen, ist nicht, wofür Swiss-Ski und der Grand Prix Migros stehen. In einer solchen Ausnahmesituation ist das Wohlergehen aller Teilnehmenden und anderweitig Beteiligten das oberste Credo.»

Fast ausschliesslich gutes Wetter

Die Bilanz der sechs ausgetragenen Qualifikationsrennen ist besonders erfreulich: Vom ersten Rennen in Les Crosets am 5. Januar 2020 bis zum – wie sich herausstellen sollte – letzten in Adelboden am 23. Februar 2020 nahmen rund 3260 Kinder am Grand Prix Migros teil. Dies ergibt einen Schnitt von rund 540 Kindern pro Rennen. Der Teilnehmerrekord wurde in Les Diablerets erzielt, wo 640 Kinder und Jugendliche sich aus dem Starthaus katapultierten. Gut möglich, dass dieser in den verbleibenden Qualifikationsrennen noch übertroffen worden wäre: Für die Rennen in Arosa Lenzerheide, Airolo, Wengen | Grindelwald und Nendaz hatten sich zum Stand der Absage bereits mehr als je 600 Kinder und Jugendliche angemeldet.

Doch auch neben der erfreulichen Anzahl Teilnehmender gab es diese Saison Grund zur Freude. So zeigte sich Petrus von seiner gütigen Seite. Der Saisonstart im Unterwallis ging bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne, und auch die Rennen im Hoch-Ybrig, in Sörenberg und in Adelboden konnten bei optimalen äusseren Bedingungen ausgetragen werden. Einzig in Les Diablerets sorgte leichter Schneefall für ein erhöhtes Arbeitspensum des Rutschkommandos. Und der Himmel in Davos präsentierte sich am Renntag in Grau statt in erhofftem Blau; die Regenschauer, die erst am späten Nachmittag vom Himmel fielen, tangierten das Renngeschehen derweil nicht.

Vorfreude auf nächste Saison

Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen auf die Grand Prix Migros Saison 2021 auf Hochtouren. Schon bald sollen die Termine für die Rennen vom kommenden Jahr bekanntgegeben werden können. Zusätzlich dazu werden die Events von diesem Jahr einer genauen Analyse unterzogen, damit die kommenden noch zufriedenstellender gestaltet werden können.

Das verfrühte Ende der diesjährigen Saison schmälert die Vorfreude auf die kommende keinesfalls – im Gegenteil, wie Simon Koch beteuert. «Wir freuen uns nun umso mehr auf nächstes Jahr», sagt er. «Und hoffen natürlich schon jetzt darauf, die Saison 2021 in gewohnter Manier mit einem grandiosen Finale beenden zu können.»